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Dienstag, 26. Juni 2007

Arbeits- und Lebensbedingungen in Indien und Europa unterscheiden sich grundsätzlich.

In Indien sind sie sehr viel einfacher aber keineswegs unbedingt schwieriger als z.B. in Deutschland. Im Ortsteil Ambedkar befindet sich die Station für die Entwicklungshelfer. Hier steht ein im Vorwege errichtetes, umzäuntes Camp mit Platz für ein Zelt für jeden Mitarbeiter und Betreuer, einem Vorratszelt, Wasseranschluss, einfachen Toiletten und Duschen, Küchenbereich, Schatten- bzw. Regendach und allem sonstigen, notwendigen, einfachen Komfort . Von Dezember bis Februar herrschen niedrige, gut erträgliche Tagestemperaturen zwischen 24 und 30 Grad Celsius vor, der Monsun in diesen Monaten ist in aller Regel besser zu ertragen als die Hitze der anderen Jahreszeiten. Dennoch muss deshalb ab und zu mit Arbeitsunterbrechungen gerechnet werden. Zeltunterkünfte sind gewöhnlich ausreichend und erforderlich, weil es in den Dörfern allgemein sehr an Wohnraum mangelt. Für komfortable Notunterkünfte im Ort oder auch im nahegelegenen Mamallapuram ist gesorgt. 

schule.jpgIn direkter Nachbarschaft zum Camp in Ambedkar stehen zwei Bauprojekte an, die gemeinsam mit einheimischen Jugendlichen, Schülern, Studenten und Arbeitern, unter Anleitung der ASB-Betreuer und von Baufachleuten ausgeführt werden sollen, die Vollendung eines halb fertigen Jugendhauses des Ortsteiles und die Errichtung eines Gemeinschafts- und Abendschulhauses. Etwa drei bis vier Wochen später können erst das eine, dann beide Häuser von den Entwicklungshelfern bezogen werden. Ambedkar-Kamp wird durch eine Küchenhilfskraft ergänzt, die auch sonstige, kleinere Arbeiten übernimmt, ansonsten erfolgt die Versorgung aus dem Dorf von den Märkten benachbarter Orte oder aus Mamallapuram.

Die Busverbindungen sind gut, der erste ASB-Betreuer, Herr Dass Prabhu Kumar, Präsident der NGO Mother Theresa Charitable Trust, ist lange Jahre in Deutschland auch in der Jugendarbeit tätig gewesen, spricht Deutsch und weitere vier der hier gebräuchlichen Landessprachen. Er hat ein Motorrad zur Verfügung, den deutschen Entwicklungshelfern werden Fahrräder gestellt. Darüber hinaus werden alle Entwicklungshelfer mit einem indischen Mobiltelefonvertrag für ihre mitzubringenden handys ausgerüstet, sodass sie, innerhalb eines prepaid-Rahmens, untereinander aber auch nach Deutschland Verbindung halten können. Von zwei Nachbarorten aus sind Heimatkontakte per e-mail möglich. Die sonstigen ASB-Betreuer begleiten kontinuierlich, entsprechend dem Fortgang der Projekte, die Gruppe oder auch die einzelnen deutschen Helfer.

 
Mittwoch, 22. Mai 2013